Neben dem Kiessee in Dixförda haben die Crossgolf Spieler aus Elster ein zweitesSchmuckkästchen für einen Wettbewerb gefunden - das Schwimmbad im Piesteritzer Volkspark. Das zumindest bestätigten die Gäste aus Köthen, Leipzig und Bad Sachsa. Allerdings mit den Bällen waren sie nicht ganz zufrieden. Sie waren so elastisch, dass sie vor allem auf festem Untergrund umhersprangen und daher schwer zu dirigieren waren. Aber mit diesem Handicup mussten ja alle fertig werden. Und mit dem Wetter hatten die Organisatoren auch wieder einmal großes Glück, stahlender Sonnenschein den ganzen Tag. Viele de rzehn Ziele waren scheinbar leicht zu treffen. Da wäre zum Beispiel eine große Pappel ebenso zu nennen wie ein „Boot" am Planschbecken. Aber es wurde dann doch so mancher Schlag benötigt, um den Ball ins Ziel zu bringen. Einigen Golfern blieb nichts weiter übrig, als sich die Schuhe und Strümpfe auszuziehen, die Hosen hoch zu krempeln und dann zu versuchen, den im Wasser schwimmenden Ball zu treffen. Meist endete der Versuch in einer mehr oder weniger hohen Fontäne, aber der Ball bewegte sich dann kaum. Da hatte man eben die Lacher auf seiner Seite. Aber die mussten es auch erst einmal besser machen.

Als Höchstschwierig erwies es sich, von der Plattform auf dem Fünf-Meter-Turm auseinem zwischen Schwimmer- und Sprungbecken platziertes Schlauchboot zu treffen. Es schaffte keiner der 25 Starter mit den vorgesehenen drei Schlägen. Da suchten einige dann eine Abkühlung durch einen mutigen Sprung in die Tiefe, anderen kletterten mehr oder weniger deprimiert die Treppe wieder runter. Erstaunlicherweise wurde auch in dem relativ überschaubaren Gelände der Verlust des einen oder anderen Balles hingenommen. Einer blieb sogar in einem Baum liegen. „In Wittenberg muss es eine besondere Art Eichhörnchen geben, die in Blitzesschnelle die Bälle essen", wurde daraufhin vermutet.

Am besten mit dem Parcours kam der Köthener Stefan Richter zurecht. Er gewann vor MarcusUllrich-Tobeck aus Jessen und Mario Prell (Elster). Doch der Wettkampf war damit noch nicht zu Ende. In-the-Pool hieß es als nächstes. Doch das grüne Schlauchboot war nicht leicht zu treffen. Dreimal versuchten sich alle. Dann trat Mario Prell, der eigentlich nicht mitmachen wollte an die Abschlaglinie und nach dem dritten Versuch brandete Jubel auf, der gelbe Ball lag im Ziel. Nun sollte der längste Abschlag ermittelt werden. Allerdings mit einem Kinderschläger. Damit kam Jens Zoberbier am besten zurecht. Sein Geschoss schien gar nicht mehr landen zu wollen.

Es war wieder einmal ein rundum gelungener Wettkampf, den die Crossgolfer des UHC Elster da auf die Beine gestellt haben. Am Rande der Veranstaltung luden die Köthener Sportfreunde zum Tag der offenen Tür am kommenden Sonnabend ( 10.9. )ab 10 Uhr in ihre „Mukki-Bude" ein. Dort wird es dann einen kleinen Drei-Loch-Parcours geben. Informationen gab es auch zum Wettkampf in Bad Sachsaam 1. Oktober, wo der Parcours wieder an einer Sprungschanze aufgebaut wird. Für die Elsteraner ist es schon eine gute Tradition geworden, dorthin eine schlagkräftige Truppe zu schicken.

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Text und Fotos: Medientreff - Sabine Hoffmann